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DIY PowerBOX: Powerstation selbst gebaut

Von Jörg Zeitler · erschienen 21.03.2023 · überarbeitet 13.08.2026

Diese Box ist aus dem entstanden, was ohnehin herumlag: eine Eurokiste, eine Autobatterie, ein Solarregler. Sie kostet ohne Batterie und Panel rund 60 Euro und macht das, wofür fertige Powerstations ab 1.000 Euro verlangen — nur langsamer, schwerer und ohne 230 Volt.

Die fertige Box: Anderson-Stecker für das Solarpanel links, USB-Buchse rechts. Mehr Bedienelemente gibt es nicht.
Die fertige Box: Anderson-Stecker für das Solarpanel links, USB-Buchse rechts. Mehr Bedienelemente gibt es nicht.

Der Artikel ist von 2023. Die Teileliste unten ist im August 2026 geprüft worden — vier Teile sind nicht mehr lieferbar, drei ganz verschwunden. Das steht an jeder Position dabei.

Schaltplan

Solarpanel, Laderegler, Batterie, Verbraucher. Zwei Sicherungen: eine dicht an der Batterie, eine vor dem Verbraucher.
Solarpanel, Laderegler, Batterie, Verbraucher. Zwei Sicherungen: eine dicht an der Batterie, eine vor dem Verbraucher.

Kabelquerschnitte und Sicherungen sind keine Übernahmewerte. Sie hängen an der Leitungslänge und am Strom, und beides ist bei jedem Aufbau anders. Wer nicht schätzen will: Der Kabelquerschnittsrechner rechnet beides aus, aus Strom oder Leistung, Länge und zulässigem Spannungsfall.

Sicherungen gehören in die Plusleitung. Wenn der Laderegler bereits eine eigene Absicherung mitbringt, kann die im Kabel entfallen — steht in dessen Anleitung.

Die Grundidee

Vorhandene Geräte nutzen und günstig ergänzen, für den Einsatz im Garten. Für das Fahrzeug gilt etwas anderes: Dort gehört eine auslaufsichere Batterie hinein — Gel, AGM oder LiFePO4 — und eine ordentliche Absicherung von Box und Batterie.

Wenn Leichtigkeit, Sicherheit und Leistung zählen, führt kein Weg an LiFePO4 vorbei. Wie viel Kapazität es überhaupt braucht, beantwortet der Strombedarfsrechner — Verbraucher eintragen, Autarkie in Tagen ablesen.

Der Bau

Eine handelsübliche Normkiste, 40 × 30 × 22 cm. Jeder andere Behälter tut es auch, solange Batterie und Technik hineinpassen.
Eine handelsübliche Normkiste, 40 × 30 × 22 cm. Jeder andere Behälter tut es auch, solange Batterie und Technik hineinpassen.

Ich habe eine Eurobox genommen, die ohnehin da war. Als Erstes kam ein Holzbrett hinein — es hält die Batterie davon ab, in der Kiste zu wandern, und gibt gleichzeitig eine Fläche zum Anschrauben.

Meine Solartasche hat einen Anderson-Stecker. Also habe ich eine passende Öffnung in die Kiste gesägt und das Gegenstück auf das Holzbrett geschraubt.

Der Laderegler auf dem Holzbrett, Panel- und Batteriekabel angeschlossen. Das Display zeigt die Batteriespannung.
Der Laderegler auf dem Holzbrett, Panel- und Batteriekabel angeschlossen. Das Display zeigt die Batteriespannung.
Aderendhülsen an jedem Litzenende. Ohne sie franst die Litze in der Schraubklemme auf, und der Übergangswiderstand steigt mit jedem Jahr.
Aderendhülsen an jedem Litzenende. Ohne sie franst die Litze in der Schraubklemme auf, und der Übergangswiderstand steigt mit jedem Jahr.

Die Kabel bekommen Aderendhülsen, dann geht der Solarstecker an den Panel-Eingang des Reglers.

Die USB-Buchse: 65 Watt über USB-C mit Power Delivery, dazu ein Anschluss mit Quick Charge 3.0.
Die USB-Buchse: 65 Watt über USB-C mit Power Delivery, dazu ein Anschluss mit Quick Charge 3.0.

Für die USB-Buchse habe ich ein Loch gebohrt und sie montiert, dann die mitgelieferten Kabel an den Laderegler geklemmt. Falls die Sicherungen lose beiliegen: jetzt einsetzen, nicht später.

Zum Schluss die Batterie. Hier eine gewöhnliche Starterbatterie — für den Garten in Ordnung, im Fahrzeug wäre sie die falsche Wahl.
Zum Schluss die Batterie. Hier eine gewöhnliche Starterbatterie — für den Garten in Ordnung, im Fahrzeug wäre sie die falsche Wahl.

Zuletzt kommt die Batterie an den Laderegler. Dabei gilt die Reihenfolge, die sich jeder merken sollte:

Erst Plus, dann Minus. Beim Abklemmen umgekehrt.

Abwandlungen

Die Box lässt sich in mehrere Richtungen erweitern:

Was sie kostet

Box ohne Batterie und Panelrund 60 €
Mit LiFePO4 und MPPT-Regler, etwa 50 Ahab rund 350 €
Fertige Powerstation vergleichbarer Kapazitätselten unter 1.000 €

Die fertige Powerstation bringt dafür einen Wechselrichter mit. Wer nur 12 Volt und USB braucht, zahlt bei ihr für etwas, das er nicht nutzt.

Zur Haltbarkeit des einfachen Solarreglers kann ich nichts sagen — die Box war beim Schreiben neu. Wer auf Dauer plant und nicht auf jeden Euro sehen muss, sollte gleich einen MPPT-Regler nehmen. Warum der bei gleichem Modul mehr herausholt, steht im Artikel Solarladeregler berechnen.

Stückliste

Die Liste stammt aus dem ursprünglichen Beitrag und steht in der ursprünglichen Reihenfolge. Geprüft am 13.08.2026 — Amazon-Kennungen altern, und zwar schneller als die Bauanleitung.

Je nach Batterietyp gehört die passende Ladetechnik dazu; die Liste enthält beides nebeneinander.

#TeilStand 08/2026
112/24-V-Bordsteckdose, wassergeschützt (JTENG) Werbelinklieferbar
2Batterietrennschalter (CHRI) Werbelinklieferbar
3Anderson-Steckverbinder mit 50-cm-Kabel, 2 Stück (GTIWUNG) Werbelinklieferbar
4Solarladeregler 30 A, 12/24 V (Anern) Werbelinkderzeit nicht lieferbar
5USB-C-Einbaubuchse 45 W PD (Thlevel) Werbelinklieferbar
6USB-Einbaubuchse mit Schalter, QC 3.0 (Qidoe) Werbelinklieferbar
7Starterbatterie (Varta) Werbelinklieferbar
8LiFePO4 12 V / 50 Ah (Eco-Worthy) Werbelinkderzeit nicht lieferbar
9Eurobehälter 40 × 30 × 23,5 cm (Auer Packaging) Werbelinklieferbar
10Position aus dem Originalnicht mehr gelistet
11Deckel für Auer-Eurobehälter 40 × 30 Werbelinkderzeit nicht lieferbar
12Position aus dem Originalnicht mehr gelistet
13Solarkoffer 100 W, faltbar (Warmounts) Werbelinkderzeit nicht lieferbar
14Position aus dem Originalnicht mehr gelistet
15Crimpzange für Aderendhülsen mit Sortiment (Preciva) Werbelinklieferbar
16Batterieladegerät MXS 5.0 (CTEK) Werbelinklieferbar
17Ladestecker für schwer zugängliche Batterien (CTEK) Werbelinklieferbar
18Blue Power IP65 Ladegerät 12/24 V (Victron Energy) Werbelinklieferbar
1912-V-Anschlussstecker für IP65-Ladegeräte (Victron Energy) Werbelinklieferbar
20Solar- und Batteriekabel 6 mm² (Enjoysolar) Werbelinklieferbar

Drei Positionen sind aus dem Amazon-Katalog verschwunden — dort steht nur noch die alte Kennung, nicht mehr, was sie bezeichnet hat. Sie bleiben in der Liste, damit die Nummerierung des ursprünglichen Beitrags stimmt, und sie sind nicht verlinkt: Ein Verweis auf eine Kennung ohne Produkt führt ins Leere.

Zu den Links: Sie führen zu Amazon und sind Partnerlinks — als Werbelink gekennzeichnet, wie überall auf dieser Seite. Kaufst du darüber, bekomme ich eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.

Und eine Warnung dazu: Die Liste ist von 2023, die Kennungen sind im August 2026 nachgeprüft. Was heute unter einer Kennung steht, muss aber nicht dasselbe Teil sein wie damals — Händler widmen Katalogeinträge gelegentlich um. Vergleiche vor dem Kauf mit den Bildern oben und mit dem, was die Bezeichnung sagt. Bei den vier nicht lieferbaren Positionen lohnt ohnehin die Suche nach einem gleichwertigen Ersatz.

Was beim Umgang mit 12 Volt wirklich zählt

Der ursprüngliche Beitrag hatte hier eine lange Liste allgemeiner Sicherheitsregeln. Sie ist ersetzt, weil ihr wichtigster Satz falsch war: „12-Volt-Stromkreise sind relativ ungefährlich."

Das stimmt für den Stromschlag — 12 Volt spürt man nicht. Es stimmt nicht für das Feuer, und darum geht es hier:

Ich bin kein Elektriker. Ich habe für den eigenen Aufbau nachgelesen und gerechnet, und genau das steht hier. Wer sich unsicher ist, lässt es prüfen — bei Einbauten, die für Versicherung oder Zulassung zählen, führt daran ohnehin kein Weg vorbei.