Zuladung im Wohnmobil berechnen
575 kg Zuladung klingen nach viel. Bis man 100 Liter Wasser einträgt (100 kg), zwei Gasflaschen (46 kg) und zwei E-Bikes mit Träger (65 kg). Dann sind 211 kg weg, bevor jemand eingestiegen ist. Der Rechner zählt es zusammen — auf Wunsch getrennt nach Achsen.
Wiegen schlägt schätzen. Die Gewichte im Katalog sind Richtwerte, keine Messwerte. Die einzige Zahl, die zählt, steht auf einer Waage — und viele Wertstoffhöfe und Prüfstellen wiegen für kleines Geld, viele davon achsweise.
Was mitfährt
Der Haken „im Basisgewicht“ ist der Kern. Er sagt nicht, was ein Gegenstand ist, sondern was beim Wiegen schon drin war. Fest Verbautes immer — Solar, Wechselrichter, Markise. Wer vor der Reise auf die Waage fährt, hakt auch Geschirr und Bettzeug ab. Was abgehakt ist, steckt im Basisgewicht und zählt nicht noch einmal als Zuladung.
Trag die gewogenen Achslasten oben ein, dann zeigt der Rechner auch, welche Achse zuerst voll ist. Ohne sie bleibt es bei der Gesamtmasse — und die ist bei Fahrradträgern und Heckgaragen selten die Grenze, die zuerst erreicht wird.
Setup sichern
Deine Liste liegt im Browser dieses Geräts — und darauf sollte man sich nicht verlassen. Safari auf iPhone und iPad löscht lokal gespeicherte Daten, wenn eine Seite sieben Tage lang nicht besucht wurde. Ein Setup, das du im August einträgst, ist im September weg, ohne dass du etwas falsch gemacht hättest. Dazu kommen der neue Rechner, das aufgeräumte Browserprofil und das private Fenster.
Deshalb die Datei. Sie geht nirgendwo hin — sie landet in deinem Download-Ordner, und von dort kannst du sie behalten, verschicken oder auf ein anderes Gerät laden.
Wie gerechnet wird
Zuladung = zulässige Gesamtmasse − Basisgewicht
belegt = Summe aller Posten OHNE Haken „im Basisgewicht“
frei = Zuladung − belegt
Mehr ist es nicht. Der Wert des Werkzeugs liegt nicht in der Formel, sondern darin, die Posten einmal vollständig hinzuschreiben — und darin zu sehen, wo die Kilos wirklich liegen. Fast immer sind es Wasser, Gas und Fahrräder, und fast nie das, was man vermutet.
Achslasten
Achslast = gewogener Anteil dieser Achse + Zuladung, die dort sitzt
Die Zuordnung ist grob: vorn geht ganz auf die Vorderachse, hinten ganz auf die Hinterachse, Mitte je zur Hälfte. Genauer ginge nur über Radstand und Einbauort jedes Teils, und das trägt keine Eingabe. Grob und ehrlich schlägt genau und erfunden.
Der Rechner prüft dabei eine Sache selbst: ergeben deine beiden gewogenen Achslasten nicht dein Basisgewicht, stammen sie aus zwei verschiedenen Wiegungen — dann sagt er das, statt darauf weiterzurechnen.
Papiere und Waage sagen nicht dasselbe
Mein eigener Fall, weil er den Unterschied zeigt: Bei der Abnahme wurden 2.540 kg gewogen — ohne mich, mit fast vollem Tank. In den Papieren stehen 2.625 kg. Die Differenz von 85 kg ist ziemlich genau der Fahrer, den die Norm mit 75 kg ansetzt.
Das ist kein Fehler, sondern die Definition: die „Masse in fahrbereitem Zustand“ enthält Fahrer und einen zu 90 % gefüllten Tank. Wichtig wird es beim Rechnen. Wer den Wert aus dem Schein nimmt und dann noch „Fahrer 75 kg“ einträgt, zählt sich doppelt arm und fährt mit einer Reserve herum, die es gar nicht gibt. Deshalb gehört für die fahrende Person der Haken „im Basisgewicht“ gesetzt — für Mitfahrende nicht.
Umgekehrt gilt: der gewogene Wert ist genauer, der Scheinwert ist sicherer.
Warum die Achse oft vor der Gesamtmasse voll ist
Weiter mit denselben Zahlen: 3.200 kg zulässige Gesamtmasse, 2.625 kg aus dem Schein, also 575 kg Zuladung. Die zulässigen Achslasten sind 1.710 kg vorn und 1.720 kg hinten — zusammen 3.430 kg, also mehr als die Gesamtmasse. Beide Achsen gleichzeitig auszureizen geht deshalb gar nicht.
Wie sich das Fahrzeug leer auf die Achsen verteilt, weiß ich nicht: bei meiner Wägung wurde nur das Gesamtgewicht ermittelt. Angenommen, die Hinterachse trägt leer 1.400 kg, dann sind dort noch 320 kg frei — bei 575 kg Gesamtzuladung. Wer Fahrradträger, Heckgarage und Wassertank belädt, ist an dieser Grenze, während die Gesamtmasse noch gut 250 kg Luft anzeigt. Der Verstoß ist derselbe.
Genau deshalb lohnt eine Wägung, die achsweise misst. Sie kostet wenig und ist die einzige Zahl, die diese Frage beantwortet.
Was dieser Rechner nicht kann
- Er kennt dein Fahrzeug nicht. Alle Gewichte sind Richtwerte, die du überschreiben sollst. Die Waage entscheidet.
- Stützlast und Dachlast sind eigene Grenzen. Ein Fahrradträger hat eine zulässige Stützlast, ein Dach eine zulässige Dachlast — beide können erreicht sein, während Gesamtmasse und Achslasten stimmen.
- Anhängelast und Zuggesamtgewicht sind nicht berücksichtigt.
- Die Lage innerhalb einer Achse. Links und rechts kann sehr ungleich beladen sein, ohne dass es hier auffällt.
- Verbrauch unterwegs. Wasser wird weniger, Abwasser mehr, Diesel weniger — die Verteilung wandert während der Fahrt.
Haftungsausschluss
Dieser Rechner ist eine Planungshilfe, keine Wiegung und keine Bescheinigung. Maßgeblich sind allein die Angaben in deinen Fahrzeugpapieren und das, was eine geeichte Waage anzeigt. Überladung ist eine Ordnungswidrigkeit und kann im Schadensfall den Versicherungsschutz betreffen — die Verantwortung dafür liegt bei der fahrenden Person und wird durch dieses Werkzeug nicht verschoben. Eine Haftung für Schäden aus der Verwendung dieser Ergebnisse ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.